Datenschutz · Kontakt / Impressum
  Golfclubs DeutschlandGolfclubs ÖsterreichGolfclubs SchweizGolfausrüstungGolfwissen
Sie sind hier: Startseite » Golfwissen » Golfetikette
Suche auf www.fore-golfer.de (powered by Google)


fore-golfer.de RSS Newsfeed RSS-Newsfeed abonnieren

Golfetikette

Beim Golf gibt es Regeln. Und es gibt Etikette. Wenn man dagegen verstößt gibt es meist eine Etikettenreaktion. Und die kann durchaus mit Disqualifikation enden.

Ob es leichter ist zu beschreiben, was man darf oder was man nicht darf ist noch ungeklärt. Beides ist gleich umfangreich. Fore-golfer.de versucht es zumindest.

Ehre wem Ehre gebührt

Meist gebührt sie dem alte Sack, der nichts anderes zu tun hat, als den ganzen Tag auf dem Golfplatz zu stehen, oder dem kleinen Knirps, der gerade mal so groß ist wie der eigene Driver. Vermutlich haben Sie beide meistens das bessere Handicap und damit die Ehre als erster abzuschlagen. Vermutlich geht das die meisten Löcher über so, da sie regelmäßig den bessern Score spielen. Und der hat am nächsten Loch das Privileg des ersten Schlags. Und Mädels, egal wie sehr Ihr auch trainiert. Es wird so bleiben, weil es heißt Men first. Zumindest  am Abschlag. Das liegt in der Natur der Sache. Weniger in der Genetik, als in der Architektur eines Platzes. Der Herrenabschlag liegt immer weiter vom Loch entfernt als das der Damenabschlag. Und Golfregel Nummer 12 besagt schon seit hunderten Jahren: The whoose ball lies farthest from the hole is obliged to play first.

Golf Wear

Die Kleidung spielt eine große Rolle. Dass sich die Schotten als Erfinder des Golfs rühmen, ist vermutlich auch der Grund, warum die modische Weiterentwicklung so sparsam voranschreitet.

Die Bekleidung hat auf dem Platz sehr traditionell zu sein. Jeans sind out. T-Shirts sind out. Ärmellose Tops sind out. Kurze Hosen, die den Oberschenkel nicht bedecken sind out, Turnschuhe sind out. Und alles zusammen bedeutet, du bist raus!

Das gilt zumindest auf mehr als der Hälfte der Golfplätze auf diesem schönen Erdball. Wobei es auch hier inzwischen Ausnahmen gibt. Auf Anlagen der GolfRange ist man zum Beispiel durch aus auch mit modischer Golf Wear willkommen.

Trotzdem sind eine lange Hose, ein Shirt mit Kragen und Golfschuhe mit Softspikes gern gesehene Gäste. Zumindest bei den Schuhen hat das auch einen positiven Nebeneffekt. Man steht sicherer und man vertikutiert den Boden beim Laufen.

Spielgeschwindigkeit

Speed, Speed, Speed und noch mal Speed sind auf den Golf Clubs dieser Welt das oberste Gebot. Nicht auf der Toilette oder dem kleinen Taschenspiegel. Auf dem Platz gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Zumindest nicht nach oben.

Obwohl das über den Platz laufen als Rentner-Sport verschrien ist, ist es eher eine Track & Field Disziplin. Trödler sind nicht gern gesehen. Zügiges Spiel ist noch zu  langsam. Transrapid Geschwindigkeit ist das Minimum.

Im Klartext bedeutet dass, jeder hat am pünktlich am Abschlag zu erscheinen. Schon eine Sekunde dreißig zu spät und der Marshall kann freundlich mit der Disqualifikation winken.

Wer länger seinen Ball suchen muss, darf die nachfolgenden Spieler überholen lassen. Wer generell noch etwas länger braucht, wie zum Beispiel Anfänger, oder schon wieder etwas länger braucht, wie zum Beispiel die 80plus Generation, darf durchspielen lassen.

Um lange Wartezeiten zu vermeiden, sollte man sich also schon mal mental wie der Dala i Lama höchstpersönlich auf seinen nächsten Schlag vorbereiten. Das heißt, wenn man seinen Ball, der natürlich mindestens 300 Meter weit geflogen ist, erreicht sollte man schon den passenden Schläger in der Hand haben. Dann fix maßnehmen, ein, zwei Probeschwünge und draufgehauen. Danach nimmt man den rausgeschlagenen Quadratmeter Planeten (Divot) und setzt in wieder ein, ehe man sich zwei Meter weiter bewegt, um die Prozedur zu wiederholen.

Sollte dieser phänomenale Schlag in einem Bunker stattgefunden haben, recht –nicht rächt– man sich mit der Harke am Bunker. Fußspuren, tiefe Sandlöcher vom Golfschläger und Golfballspuren, werden wieder eingeebnet, damit nachfolgende Spieler das gleich Vergnügen haben können wie man selbst.

Safety first

Ein Golfschläger kann ganz schön wehtun. Ein Golfball auch. Und zwar dann, wenn man das eine oder andere drauf bekommt. Deshalb gilt es immer besonders gut zu schauen, dass man keine andere Person mit dem Golfschläger oder dem Golfball treffen kann.

Sollte man Gefahr laufen einen vorausspielenden Mitspieler mit dem Ball abzuschießen, ist der Gedanke an die goldene Schützschnur sofort zu unterbinden und ganz laut das Wort FORE zu brüllen. Aus Leibeskräften im Stile des wildgewordenen Hulk.

Alle Spieler die diesen Ruf hinter sich oder neben sich vernehmen können nun zwei Dinge unternehmen. Entweder neugierig in die Luft blicken und warten, bis der Ball sie vielleicht am Kopf oder sonst wo trifft. Oder sie kauern sich am besten hinter dem Bag in Schutzhaltung hin, bis den Ball einschlagen hören. Aus Erfahrungsberichten empfiehlt sich Variante 2.  Dies ist übrigens auch empirisch belegt.

Platzvorschriften

Jeder Golfplatz hat meist ein paar individuelle Vorschriften, die zu beachten sind. Diese können in gewissem Rahmen von den Vorgaben der Etikette oder den Regeln abweichen. Diesen ist Folge zu leisten. Es sei denn man will in die Golfer-Hölle in der man nur Three puttet und Tripple Bogeys spielt.

Besonders die Regel, dass Einzelspieler größere Gruppen überholen lassen müssen wird dort meist anders interpretiert. Und um es noch ein bisschen verwirrender zu machen, gibt es noch Unterschiede zwischen Werktag und Wochenende.